Stillleben mit Alpenblumen

Schuster Josef

Stillleben mit Alpenblumen

Zum Künstler:          Hradec Králové (Grätz-CZ) 1812-1890 Wien

Gemarkt:                    signiert links unten: J. Schuster

Maße:                     H 32 cm, B 24 cm, mit Rahmen 44 x 52 cm

Material:                 Öl auf Holz gerahmt

Provenienz:            österreichischer Privatbesitz

Preis auf Anfrage

Schuster Josef (1812 - 1890)

* 17. Juni 1812 Grätz, Österreichisch-Schlesien (Hradec Králové, Tschechische Republik), † 15. März 1890 Wien, Maler, Neffe des Schauspielers Ignaz Schuster.

Da sein Vater Zuckerbäcker bei Johann I. Fürst von und zu Liechtenstein (1760-1836) in Wien war, sollte auch Joseph diesen Beruf ergreifen. Als der Maler Josef Mössmer, der der Tochter des Fürsten Zeichenunterricht gab, sein Talent erkannte, bewirkte er, dass Schuster 1827-1829 an der Wiener Akademie der bildenden Künste studieren und anschließend bis 1836 bei Fürst Liechtenstein (1834 erstmalige Ausstellung bei der Akademie zu St. Anna) beziehungsweise bis 1848 bei dessen Witwe arbeiten konnte. Erst danach dürfte sich Schuster ausschließlich der Malerei gewidmet haben (ab 1852 regelmäßig Ausstellungen beim Kunstverein, später auch Teilnahme an Wiener Internationalen Kunstausstellungen; ab 1862 Mitglied der Genossenschaft der bildender Künstler [Künstlerhaus]).

Als er bei einem Kuraufenthalt in Badgastein Erzherzog Johann kennen lernte, erhielt er von diesem in der Folge Aufträge zur Darstellung der Alpenflora, die zu einem Hauptthema seines Schaffens wurde (Werke unter anderem im Besitz der Österreichischen Galerie in Wien). Er malte neben Blumen und Arrangements von Alpenblumen (meist in landschaftlichen Kontext) auch Stillleben sowie vereinzelt Tier- und Landschaftsdarstellungen, die sich - wie alle seine Werke - durch größte Detailgenauigkeit auszeichnen. 1873 beteiligte er sich an der Wiener Weltausstellung. Seine Tochter Adele (verheiratete Glinkiewicz) widmete sich ebenfalls der Blumenmalerei.